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Einkommensteuersätze im Überblick

Artikel vom:

08.08.2011

Themen:

Einkommensteuer, Tarifzone, Durchschnittssteuersatz, Kalte Progression

In der aktuellen Diskussion über Steuersenkungen tauchen immer wieder Spezialbegriffe auf. Die Wichtigsten im Überblick:

Tarifzone 1 (Grundfreibetrag)
Ist das zu versteuernde Einkommen (zvE) pro Jahr nicht höher als € 8.004, fällt keine Einkommensteuer an.

Tarifzone 2 (Progressionszone 1)
Ab einem Einkommen von € 8.004 gilt zunächst ein Grenzsteuersatz von 14 % (Eingangssteuersatz). Danach steigt er bis zu einem zvE von € 13.649 auf rund 24 % an. Der Grenzsteuersatz steigt in dieser Zone somit relativ schnell je € 1.000 Einkommen um rund 1,88 %.

Tarifzone 3 (Progressionszone 2)
Hier steigt der Grenzsteuersatz bis zu einem Einkommen von € 52.881 ebenfalls linear auf bis zu 42 %, aber nicht mehr so stark wie in Tarifzone 2. Der Grenzsteuersatz steigt hier je € 1.000 zusätzlichem Einkommen um rund 0,46 %.

Tarifzone 4 (Proportionalzone 1)
Ab einem zvE von € 52.882 bleibt der Grenzsteuersatz konstant bei 42 %. Das bedeutet, von jedem Euro über diesem Betrag wird eine Steuer von € 0,42 fällig.

Tarifzone 5 (Proportionalzone 2)
Sie wurde 2007 als sogenannte Reichensteuer hinzugefügt. Ab einem zvE von € 250.731 beträgt der Grenzsteuersatz 45 %, d.h., von jedem Euro über diesem Betrag wird eine Steuer von € 0,45 fällig.

Durchschnittssteuersatz
Er bezeichnet das Verhältnis von Einkommensteuer zum zvE, ist also immer niedriger als der Grenzsteuersatz.

Kalte Progression
Oft führen Lohnsteigerungen nur zu einem Ausgleich der eingetretenen Inflation. Da dieses Zusatzeinkommen aber zu versteuern ist, verbleibt dem Empfänger nicht der Inflationsausgleich, sondern nur der um die Steuer geschmälerte Betrag.

Hinweis:

Für Verheiratete gelten jeweils die doppelten Beträge.

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